IHRE FACHÄRZTE für Magen- Darm- und Lebererkrankungen

Dr. med. Friedrich Dreher  |  Dr. med. Peter Nagel  |  Dr. med. Stefan Strahl

Informationen für Patienten

Allgemeines

Wir sind eine Facharztpraxis der Inneren Medizin mit Schwerpunkt für Erkrankungen des Bauchraumes, insbesondere für Magen-/Darm- und Lebererkrankungen. In der Regel werden Sie von Ihrem Hausarzt zu uns überwiesen. Bitte bringen Sie zum Ersttermin eines Quartals (Sprechstunde oder eine Untersuchung) die Krankenversichertenkarte sowie einen aktuellen Überweisungsschein mit.

Bei längerer Vorgeschichte erleichtern Sie uns die Arbeit, wenn uns schon bei Erstvorstellung möglichst viele Informationen vorliegen. Dies erspart uns unnötige Telefonate und Ihnen, dass Sie eventuell nochmals kommen müssen. Bringen Sie daher bitte – falls vorhanden – folgende Unterlagen mit:

  • aktueller Medikamentenplan
  • aktuelle und frühere Laborwerte (z.B. Leberwerte)
  • Vorbefunde wie Arztbriefe, Krankenhausberichte, Untersuchungsbefunde

Wir weisen darauf hin, dass aus Sicherheitsgründen über das Internet keine Befunde weitergegeben werden können.

Nach der Behandlung erhält Ihr Hausarzt von uns einen Arztbericht mit den erhobenen Befunden sowie einer Therapieempfehlung.

Infothek

eService

Unser eService bieten die Möglichkeit, einige Dinge bequem von zuhause aus zu erledigen:

  • freie Terminwahl über das Internet und diesen reservieren
  • Anforderung von Rezepten, sofern es sich um ein Medikament handelt, welches bereits in der Vergangenheit von uns verordnet wurde
  • Anforderung von Befunden, die in der Praxis erhoben wurden. Hierfür müssen Sie zunächst einmalig ein Benutzerkonto erstellen

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für nach wie vor auch telefonisch zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach unter 07472-3355 an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.


Darmkrebsvorsorge

Es ist uns ein großes Anliegen, Sie auf die etablierte Möglichkeit der Darmkrebsvorsorge hinzuweisen.

Darmkrebs entsteht höchst selten aus einer gesunden Darmwand. Meist bilden sich zuerst die sogenannten Polypen, noch gutartige Wucherungen, welche sich nach einer Laufzeit von etwa 10 Jahren bösartig zu Darmkrebs umwandeln können (sog. Adenom-Karzinom-Sequenz).

Die Darmkrebsvorsorge beinhaltet demnach die Durchführung einer Darmspiegelung in einer Zeit, in der die Polypen noch gutartig sind. Durch Identifikation und Abtragung der Polypen kann somit Darmkrebs verhindert werden.

Das Risiko, dass Polypen im Dickdarm entstehen können, steigt ab der mittleren Lebensphase steil an. Daher wurde vor mehr als 10 Jahren für alle Menschen ab dem 55. Lebensjahr die Vorsorgedarmspiegelung als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt. Aktuelle Daten weisen darauf hin, dass das Risiko bei Männern schon früher beginnt. Daher wird momentan diskutiert, das Eintrittsalter für Männer auf das 50. Lebensjahr zu senken.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Die Betreuung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen stellt ein wesentlicher Schwerpunkt in unserer Praxis dar. Es werden zwei Formen der Erkrankung, die Colitis ulcerosa und der Morbus Crohn, unterschieden. Dabei handelt es sich um eine Entzündung meist des Dickdarms und/oder Dünndarms, die chronisch verläuft oder in akuten Schüben immer wieder auftreten kann. In seltenen Fällen kann auch eine Mitentzündung anderer Organe wie der Gallenwege (PSC), der Gelenke, der Augen oder der Haut auftreten.

Typische Symptome sind Durchfälle mit mehr als drei Stuhlentleerungen täglich, Blutungen, Bauchschmerzen, in einigen Fällen auch Gewichtsabnahme oder Fieber. Die Diagnose wird in erster Linie durch eine Darmspiegelung mit Entnahme von Biopsien (Gewebeproben) aus entzündlichen Darmabschnitten gestellt. Zusätzlich sind die Sonographie, Blutuntersuchungen und eine Stuhldiagnostik hilfreich, in manchen Fällen auch eine Kernspintomographie (MRT).

Ziel der Behandlung ist eine effektive Behandlung des akuten Schubes sowie die langfristige Erhaltung eines beschwerdefreien Lebens. Darüber hinaus sollte heutzutage auch eine vollständige Abheilung der entzündlichen Veränderungen im Darm angestrebt werden („mucosal healing“), um langfristige Komplikationen am Darm zu vermeiden.

Entsprechend der Krankheitsaktivität müssen in speziellen Fällen auch intensive Behandlungsmaßnahmen angewandt werden. Um unsere Patienten hierüber umfassend zu informieren, führen wir regelmäßige Schulungen in unserer Praxis durch.

Lebererkrankungen

Die Leberheilkunde (Hepatologie) ist ein typisches Arbeitsfeld einer Praxis mit Schwerpunkt Magen-Darm-Erkrankungen, nur selten ist eine stationäre Einweisung erforderlich.

In unserer Praxis werden sämtliche Formen von akuten und chronischen Lebererkrankungen behandelt. Darüber hinaus stellt die Ursachenabklärung erhöhter Leberwerte eine der häufigsten Aufgaben dar.

Unsere enge Kooperation mit dem Transplantationszentrum der Universitätsklinik Tübingen ermöglicht unseren Patienten mit einem akuten (glücklicherweise ein seltener Notfall) oder chronischen Leberversagen z.B. im Rahmen einer fortgeschrittenen Schrumpfleber (Leberzirrhose) eine rasche Weichenstellung in Richtung einer möglichen Lebertransplantation. Die anschließende Nachsorge kann wiederum in Kooperation mit dem Transplantationszentrum Tübingen in unserer Praxis fortgesetzt werden.